Projektarbeit vor Ort – Bericht vom März/April 2018

Unsere Vorbereitungen für den Besuch in Senegal laufen eigentlich das ganze Jahr über. Mit unserem Mitarbeiter Mbaye sind wir stets über Whatsapp und Email in Verbindung. Auf diese Art und Weise können wir den Überblick vor Ort behalten und Aufgaben weitergeben.

Denn schon Wochen vor unserer Anreise kommen die Schüler vorbei um Anträge auszufüllen. Zeitgleich beginnen wir über diverse Plattformen Schulpaten für die neuen Kinder zu suchen und haben im März beinahe für alle Kinder jemanden gefunden.

Die Zusage einer Förderung hängt nicht nur vom Finden eines Paten ab, denn wenn eine Familie um Unterstützung bittet und die Lebensbedingungen dementsprechend schwierig sind, lehnen wir die Förderung für gewöhnlich nicht ab. Dennoch sind wir für jeden Paten sehr dankbar, da wir durch die monatlichen Patenschafts-Spenden eine größere Zahl an Schülern aufnehmen können.

Vom 20.03. bis 03.04.18 wieder vor Ort.

Mit dabei im Team, Ursula, Ulle, Gisela, Jenni, Bernhard und Tim. Es ist immer wieder sehr hilfreich, wenn uns Leute begleiten und bei den Aufgaben mitanpacken.

 

Gisela und Ulle kamen schon früher an und ergänzten am ersten Tag nach ihrer Ankunft die mitgebrachten Mutter-Kind-Pakete mit Seifen und Netzen.

Seit 2017 werden die MUKI Pakete  von den Frauen aus MBalling im Vereinsbüro abgeholt.

Die Geburtsukunden werden eingescannt und die Frauen mit ihrem Baby fotografiert.

 

Die mitgebrachten Geschenke und Hilfsgüter wurden ausgepackt.

Alle Schüler, Eltern, Studenten die uns während der Tage besuchten, durften sich von dem Gabentisch was aussuchen oder bekamen das Geschenk der Patin überreicht.

Ein Dank an alle Spender, die uns immer wieder T-Shirts, Kinderkleidung, Schuhe, Sportkleidung, Brillen, Kappen u.a. spendieren. Auch die gespendeten Koffer habe ich in Senegal gelassen und an verschiedene Familien weitergegeben. Die Freude war wie immer sehr groß.

Während unserer Aufenthalte werden die neuen Schulkinder zu Hause besucht. Eine Aufgabe die uns Einblick in die dortige Lebenssituation verschafft und auch die teils schwierigen Umstände aufzeigt.

Unsere Tochter Jenni war wieder (sie war im Oktober bereits für 3 Monate in Senegal) mit auf der Reise und hat uns dabei sehr geholfen. Bei unseren Besuchen haben wir festgestellt, dass es auch zwischen arm und noch ärmer große Unterschiede gibt. Wenn wir die Familien befragten, ob sie etwas brauchen, kam oft die Antwort, dass sie zu wenig Geld für Lebensmittel haben.

Wie schon im Oktober 17, haben wir auch jetzt im Frühjahr, vielen Familien Lebensmittel gekauft und persönlich vorbeigebracht. Danke allen Spendern, die uns dafür gespendet haben.

Der kleine Babou aus MBalling bekam von seiner Patin sogar eine Matratze geschenkt, die wir natürlich ebenfalls kauften und zustellten.

Er hat sich so sehr darüber gefreut, dass er gar nicht mehr runter wollte.

Nun schläft er sicher besser, als zuvor auf der Strohmatte.

Bernhard und sein Sohn Tim begleiteten uns nach Mbour und wir besuchten mit ihnen ihr Patenkind Ndeye Fatou zu Hause.

Ein schönes Erlebnis für beide und zur Krönung nahmen sie das Mädel mit in den Bandia Safaripark. Ein Ausflug, den Ndeye bestimmt ihr Leben lang nicht vergessen wird.

Markus hatte alle Hände voll zu tun, denn der neue Kindergarten wächst von Tag zu Tag.

Neues Material musste herbeigeschafft, Fotos gemacht, Türen, Fliesen und Fenster bestellt werden.

Ich hoffe sehr, dass die Bauarbeiten bis im Oktober allesamt abgeschlossen sind und der Betrieb wie geplant aufgenommen werden kann.

Noch suchen wir für den Spielplatz und die Gartengestaltung Sponsoren.

Ursula, eine bereits pensionierte Lehrerin, hat sich der Schulkinder aus MBalling gewidmet. Im Juli sind die staatlichen Prüfungen für den Aufstieg der letzten Klasse Grundschule ins College und nur wer die besteht, muss die CM2 nicht wiederholen. Zu alte Kinder, die nicht bestehen, fallen komplett aus dem Schulsystem raus. Eine Nachhilfe ist darum ein von den Lehrern sehr begrüßtes Angebot und die meisten der ausgewählten 16 Kinder kamen auch fast immer.

 

Dazu findet ihr einen separaten Bericht von Ursula auf unserer Homepage.

Alle von uns geförderten Kinder, die letztes Jahr wiederholen mussten, habe ich eingeladen. Ich hab mir die Semesterzeugnisse angesehen und mit den Eltern über Möglichkeiten gesprochen, damit die Schüler es dieses Jahr auch sicher schaffen werden.

Hilfe zur Selbsthilfe ist für uns immer wieder ein Thema. Je nach Möglichkeiten und Spenden ermöglichen wir es den Menschen eine Arbeit zu haben, indem wir ihnen die Arbeitsmaterialien kaufen oder vorfinanzieren.

Zwei Fuhrwerke (Esel und Charette) wurden im Frühjahr finanziert. Zwei Familien, die es dadurch etwas leichter haben werden.

 

Sie können damit Transporte erledigen, die Ernte heimbringen und haben eine Arbeit die fürs tägliche Leben Geld einbringt.

 

Ich danke den Spendern herzlich für diese Möglichkeit.

Auch Kleinkredite werden über unsern Verein vergeben, wenn der Finanzplan Hand und Fuß hat und wir das Vertrauen, dass die Umsetzung auch funktionieren könnte gegeben ist. Serigne konnte sich jetzt im März durch diese Möglichkeit ein Auto kaufen um seine Lizenz als Taxi-Chauffeur endlich zu nützen. Er ist sehr dankbar und wir hoffen, dass er schafft, was er sich erhofft. Monatlich muss er nun den zinslosen Kredit an uns abarbeiten.

Das Treffen mit der „Ecole de foot“ ist der Termin, auf den ich mich schon zu Hause sehr freute. Nach langem Gespräch mit dem Obmann Abdou und dem Kassier Moussa haben wir den Kindern ein mitgebrachtes Dress, viele Fußballschuhe und den Trainern eine tolle Spende überreicht.

Mit dem Betrag soll der Verein es schaffen, die laufenden Kosten dieses Jahres zu decken und die Eltern von den monatlichen Zahlungen zu entlasten.

Die Spenden haben wir kurz vor der Reise (über eine große FB Sammelaktion) bekommen.

Ich habe über die „Ecole de foot“ einen separaten ausführlichen Bericht geschrieben.

Vielen Dank auch für diese wunderbare Möglichkeit.

Gisela, ebenfalls eine unserer langjährigen Helferinnen war im März zusammen mit Markus sehr beschäftigt die heruntergekommenen Zimmer der Schwerstleprösen und alleinstehenden Menschen aus MBalling zu renovieren. Es wurden bestehende Betonwände rausgespitzt (Masse hat sich mit Schutzbrille und Meisel von Hand durchgeackert).

Die Wände wurden neu gestrichen, die Böden repariert, es wurde gefliest, Strohsäcken oder Betonbetten gegen richtige Betten ausgetauscht und die Zimmer von Gisela liebevoll mit Vorhängen, Tisch und Schubladenschränkchen ausgestattet.

Wenn ich an den Kofferraum voller Fliesen denke, wundere ich mich jetzt noch, wie es das Auto bis nach Mballing geschafft hat.

Immer wieder gibt es Dächer die repariert werden müssen und andere Baustellen. Alles wurde aufgelistet und wird nun step by step abgearbeitet.

Die ersten Gespräche für das nächste große Bauprojekt „Grundschule MBalling 2“ starten im Oktober.

Es ist immer schön, wenn wir durchs Dorf laufen und sich die Menschen so freuen, uns zu sehen. Die Herzlichkeit und Dankbarkeit ist überall spürbar.

Ein Händedruck oder eine Umarmung sagt mehr als tausend Worte. Jeder Mensch, der je ein soziales Projekt so hautnah geleitet hat oder leitet, weiß wovon wir da sprechen.

Nachhaltigkeit und Veränderung, Bildung und Familienhilfe für die Ärmsten sind unser Leitmotiv und in MBalling hat sich in den vielen Jahren unserer Arbeit schon sehr viel getan.

Ab dem 11. Oktober sind wir bereits wieder für drei Wochen vor Ort und bestimmt gibt es auch dann wieder so einiges zu berichten.

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ANMELDUNG INFOS ab 2018.pdf
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